Chorleitung

 

Florian Mehling

Seit dem Wintersemester 2012/2013 wird der Unichor Bayreuth von Florian Mehling geleitet. Trotz seines jungen Alters kann der Bamberger Chorleiter bereits auf eine große Erfahrung mit Chören zurückblicken und ist als Musiklehrer am Richard Wagner Gymnasium in Bayreuth auch pädagogisch tätig. (An dieser Stelle übrigens nochmal vielen Dank an Franziska Leistner, Jasmin Steiner und Katharina Rothkopf, die dafür gesorgt haben, dass er überhaupt zu uns gefunden hat!)Der Chorleiter: Florian Mehling

Für alle, die mehr über unseren Chorleiter und seine Pläne erfahren wollen, hier die Zusammenschrift eines informellen Interviews des Unichors mit seinem neuen Leiter. Es fand statt zu Semesterbeginn im Oktober 2012, kurz nachdem unser Chorleiter es geschafft hatte, einen Quetschnburger nahezu ohne Zuhilfenahme von Besteck zu essen. Die interessantesten Teile kommen übrigens am Schluss.

Zuerst die Standardfragen: Hobbies sind Musik (Chöre, Klavier, Orgel, ...) und auch Computer und Filme. Auf die Frage nach seinen Lieblingsfilmen verweigerte er lange die Antwort ("Da gibt's so viele, das kann ich gar nicht sagen."), aber er findet auf jeden Fall Star Trek ganz gut.

Ob er Kinder habe, verheiratet sei, und überhaupt erst einmal sein Alter? Er ist Jahrgang 1982 (das Jahr, in dem Abba zu singen aufhörte) und vorerst noch ledig. Kinder hat er nach eigener Aussage ungefähr vierhundertfünfzig sie sind zwischen 10 und 18 Jahren alt. (Ab und zu nennt er sie auch seine "Schüler".)

Sein Studium absolvierte unser Chorleiter als Lehramtsstudent der Fächerkombination Mathe/Musik zuerst im  WS 2001/02 in an der HfM und der Uni Würzburg, dann bis zum SS 2007 auf Musik an der HfM Weimar und der Uni Jena. Es folgte ein kurzer Abstecher in ein Informatikstudium in Erlangen, dann das anstrengende Referendariat in Passau, daraufhin zwei Jahre in Fürth. Jetzt ist er Musiklehrer am Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth und leitet nun zusätzlich unseren Unichor. Das Schöne am Leiten des Unichores sei, dass die Leute nicht in den Chor kommen, um Kurse einzubringen und Punkte zu sammeln, sondern weil sie wirklich singen wollen.

Zu seinem Chorwerdegang: als erstes leitete er den Kaiser-Heinrich-Jugendchor in Bamberg, dann auch zeitweise den großen Kaiser-Heinrich-Chor sowie den Gesangsverein Frohsinn ("Da sind sie [oder "wir"? das haben wir nicht genau verstanden] noch mit 'nem Bier zur Probe reingekommen!").

Sein schönstes Projekt als Chorleiter? Dazu fiel ihm ein, wie er 2009 zusammen mit dem Kaiser-Heinrich-Chor Bamberg, dem RWG-Chor und dem Sinfonieorchester der Uni Bayreuth das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns und die Kantate "Vom Himmel hoch" von Mendelssohn aufführte. Florian schwärmt: "... da hast du halt dann schon dreihundert Mann auf der Bühne stehen, und eine Kirche, die auf tausend Mann ausgelegt ist, und alles scheppert und kracht, oder ist ganz zart an anderen Stellen .... die Franzosen können zwar nicht gescheit sprechen [Florian ist gelernter Altgrieche], aber Musik machen sie so eine göttliche...! "

Und was er sich als Projekte für den Unichor vorstellen könne? Für den Anfang sind zunächst erst einmal kleinere Projekte vorgesehen, um sich heranzutasten und zu schauen, wie gut die Leute sind und wie langfristig man mit ihnen planen kann. Zum Beispiel wäre der akademische Gottesdienst so etwas, wo man erst einmal gemütliche, schöne Stücke einstudieren könne. Nach Weihnachten, und im kommenden Semester, könne man dann gerne etwas Größeres anpacken.

Der Unichor fragt nach: Was könnte das denn zum Beispiel sein, "etwas Größeres"?

Zum Beispiel (und nur als Beispiel) gebe es eine Messe von Rossini: der habe ja nur eine geschrieben (und die sei von ihm eigentlich auch nicht ernst gemeint), aber die mache zum einen ziemlich Spaß zu Singen, und zum anderen klinge sie einfach toll. Manchmal sei sie einfach laut (hier hat unser Chorleiter übrigens zum ersten Mal ein vierfaches Forte gesehen), an anderen Stellen wie beim Agnus Dei ganz leise - eben romantische Musik, ganz extrem, in jeder Hinsicht. "Das macht Spaß!"2013-5

Wie sieht es denn mit Chorwochenenden und Ähnlichem aus?

Die Antwort darauf ist: Ja! Er hätte auch nichts gegen etwas Größeres, dazu habe er auch schon Kontakte zu anderen Lehrern oder Konservatorien in den USA. Natürlich könne man nicht in die USA kommen und Gospel aufführen, aber irgendeine urdeutsche Musik, was die drüben eben nicht so gut kennen, zum Beispiel einen schönen Mendelssohn. Natürlich hängt das ganz davon ab, wie gut der Chor besetzt ist, wie stark die Sängerzahl im Lauf der Monate fluktuiert und wie es mit dem Geld aussieht.

Früher hat er schon Chorreisen nach Italien, Budapest unternommen, und auch einmal über Sylvester in Los Angeles. Derzeit hat er zum Beispiel Kontakte nach Oberlin (Ohio).

A capella, zum Beispiel die Wise Guys fände er auch mal ganz toll, und auf Nachfrage bestätigte er, er könne sich das ganz gut auch für einen normalen Chor und nicht nur eine kleinere Besetzung vorstellen. Da ließ er dann auch Namen wie die King's Singers fallen.

Im Anschluss an seine Erzählung von der Chorreise in L.A. kam dann auch die Frage auf, was er von Glee [wer es ebenfalls nicht kennt] halte. Hier seine vollständige und wortwörtliche Antwort: "Von was?" ;-)

Ansonsten ist er aber durchaus Anhänger von moderner Popmusik. Er machte dann aber auch anhand einer amüsanten Vorführung von Waterloo vor, dass man auch tolle Popmusik langweilig singen kann. Was er übrigens mit dem Chor nicht vorhat. Auf die Frage nach seinen Lieblingspopsongs kam nach langem Überlegen die Antwort: Abba. Sonst vielleicht noch Aerosmith, die ihm übrigens von einem Kollegen empfohlen worden sei, der schon seinen Latein-Doktor hat. Und außerdem? Vielleicht noch: Queen. Und Europe.

Außerdem hat er eine besondere Verbundenheit zu J.S. Bach, was sich zum Beispiel in seinem Autokennzeichen niederschlägt: BA-CH 1043, womit man das d-Moll-Doppelkonzert für zwei Violinen hätte, wenn man nach dem BWV geht. Er summt es auch gleich mal vor. Früher hatte er übrigens als Autokennzeichen die Matthäuspassion. Er ist, wie man merkt, ein Anhänger von größeren Werken.

Es ergibt sich für uns, als kleines Resümee, nicht nur in Bezug auf seine Nummernschilder, sondern auch insgesamt der Eindruck, dass er auch mit dem Unichor etwas Größeres vorhat und auch gerne umsetzen will; und dass er dafür auch der Richtige ist.

 

Chorleitung 2005-2012: Jutta Albus

Jutta Albus studierte nach dem Abitur (1993) Kirchenmusik und Klavier (Diplom-Musiklehrerin) an der damaligen Fachakademie für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth.Jutta spielt Klavier

Nach Anstellungen als Kirchenmusikerin in Nördlingen (Berufspraktikum) und Kirchenlamitz im Fichtelgebirge lebt sie seit 2003 in Bayreuth. Neben Orgelspiel in Gottesdienst und Konzert ist sie als Instrumentallehrerin sowie als Korrepetitorin des Philharmonischen Chors Bayreuth von 2003 bis 2007 tätig.

Seit 2005 leitete sie den Unichor insgesamt 15 Semester lange, bevor sie im Sommer 2012 den Posten abgab.

Universität Bayreuth -